Der flächendeckende Glasfaserausbau in Nordrhein-Westfalen hat im Münsterland deutlich an Tempo gewonnen. Für Unternehmen eröffnet das neue Möglichkeiten – birgt aber auch Planungsaufwand, wenn bestehende WAN-Architekturen auf VDSL oder Kabel basieren.

FTTH, FTTB, FTTC – welcher Anschluss ist relevant?

Bei FTTH (Fiber to the Home) liegt Glasfaser bis ins Gebäude. FTTB (Fiber to the Building) versorgt Mehrparteiengebäude über einen zentralen Verteiler. FTTC (Fiber to the Curb) endet an der Straßenverteilerdose, der letzte Abschnitt läuft über Kupfer. Für Unternehmen in Gewerbegebieten ist FTTH oder FTTB der relevante Standard – hier sind Bandbreiten von 1 Gbit/s und mehr realistisch.

Auswirkungen auf die Netzwerkplanung

Ein Glasfaseranschluss ersetzt nicht automatisch eine durchdachte Netzwerkarchitektur. Entscheidend bleiben:

  • Firewall und Router mit ausreichender Durchsatzleistung (min. 1 Gbit/s WAN)
  • Interne Verkabelung (Cat6A) für den vollen Glasfaser-Durchsatz
  • QoS-Konfiguration, wenn VoIP und Videokonferenzen parallel laufen
  • Redundanz: LTE/5G-Backup für Ausfallzeiten bei Leitungsstörungen

Förderprogramme nutzen

Über das Bundesförderprogramm für breitbandige Versorgung (BMBF) und landesspezifische Programme können Unternehmen Teile der Anschlusskosten gefördert bekommen. Wir unterstützen bei der technischen Dokumentation für Förderanträge und der Auswahl des passenden Tarifs beim Carrier.

Empfehlung

Prüfen Sie frühzeitig, ob an Ihrem Standort Glasfaser verfügbar ist oder in Planung steht. Ein Wechsel lohnt sich besonders, wenn Ihre aktuelle Leitung an Bandbreitenlimits stößt oder die ISDN-/DSL-Kosten steigen. Kontaktieren Sie uns für eine Bestandsanalyse – wir bewerten Ihre Ist-Situation und erstellen ein Migrationskonzept.

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